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GEDICHTE

Du hast es so gewollt (18.08.06)

Du hast es so gewollt

Nun stehst du am Ende der Strecke
und blickst auf dein Leben zurück,
ertastest die schneeweiße Decke,
die freilässt von dir nur ein Stück.

Hast gern deine Arbeit verrichtet,
bekamst dafür stets guten Sold,
warst oft dem Gemeinnutz verpflichtet.
So hast du es für dich ja gewollt.

Ganz steil stiegst du auf einer Leiter,
das Glück war die meist dabei hold,
und Ansehen brachte dich weiter.
So hast du es für dich ja gewollt.

Das Wohl der Familie im Kopfe,
die Dankbarkeit gerne dir zollt.
Mit Reichtum gefüllt war dein Topfe.
So hast du es für dich ja gewollt.

Nur wolltest von Glauben nichts wissen,
dazu fehlte dir ja die Zeit.
Jetzt liegst du allein auf dem Kissen,
der Tod steht für dich schon bereit.

Du dachtest, du schaffst es alleine,
hast nie auf den Schöpfer vertraut.
Doch er räumte weg dir die Steine,
hat glatt dir die Straße gebaut.

Erlischt bald der Docht deines Lebens,
stehst du vor dem Schöpfer der Welt,
war all dieses Mühen vergebens,
ein andres Bestreben dort zählt.

Dann musst du es schmerzlich erkennen,
dein Leben war Haschen nach Wind.
Gott wird deinen Namen nicht nennen,
er kennt dich nicht mehr als sein Kind.

Den Lohn wirst du sicher bekommen:
Gott schließt vor dir Tore aus Gold.
Dir wird ewges Leben genommen.
Hast du es für dich so gewollt?

Bedenke dein Ziel schon beizeiten,
leb stets deinem Schöpfer zur Ehr.
Lässt von seiner Hand du dich leiten,
führt sie dich zum gläsernen Meer.

mit freundlicher Genehmigung von Anette (c)


neues Lied (05.04.04)

Der Herr hat mir gegeben
ins Herz ein neues Lied
von Gnade, Heil und Leben,
die Er mir reich beschied.
Drum, Seele, auf und singe,
dass es zum Himmel zieht!
Vor Gottes Ohr erklinge,
das selge, neue Lied.
Ja, rühm des Heilands Liebe,
erheb Ihn froh, mein Herz,
es hebt im Weltentriebe
das Lied dich himmelwärts.
O singe Ihm zu Ehren,
von heilger Lust erfüllt,
alleine und in Chören
das selge, neue Lied.
Sing Ihm und werd nicht müde,
bet seinen Namen an,
erhebe gern im Liede,
was Er an dir getan.
Bis einst mit neuen Zungen
durch alle Himmel zieht –
in Herrlichkeit gesungen
das selge, neue Lied.
J.P.


Vier Jahreszeiten (10.10.03)

Wie im Frühling die Pracht der Blüte
so, Herr, ist deine Liebe;
Liebe, die mich neu belebt und glücklich macht.

Wie im Sommer das Flutlicht der Sonne
so, Herr, ist deine Liebe;
Liebe, die mich wärmt und deine Nähe spüren lässt.

Wie im Herbst die Fülle der Früchte
so, Herr, ist deine Liebe;
Liebe, die mir Reife und Ruhe schenkt.

Wie im Winter die Decke des Schnees
so, Herr, ist deine Liebe;
Liebe, die mich beschützt,
bis ich erwache vor deinem Angesicht.
Josef Butscher


Oh Jesus, nur du allein! (18.04.03)

Wir kennen nicht den Weg,
Durch Schlucht und über Steg.
Sind auch der Wirren viel,
Nur Du führst uns ans Ziel.
O Jesus, Du, nur Du allein
Kannst unser Retter sein.

Der unser Leben trägt und hält,
Erlöser ist der ganzen Welt,
Du, der den Frieden schenkt
Und unsre Schritte lenkt.
O Jesus, Du, nur Du allein
Kannst unser Retter sein.

Der uns die Schuld vergibt,
und uns unendlich liebt:
Er rettet uns aus unsrer Not,
Bewahrt uns vor dem ewigen Tod.
O Jesus, Du, nur Du allein
Kannst unser Retter sein.

Jesus, schenk’ uns Kraft und Mut
Und gib uns Deiner Liebe Glut.
Und wasche uns’re Herzen rein
Lass uns bei Dir geborgen sein.
O Jesus, Du, nur Du allein
Kannst unser Retter sein.


Gottes Arme (25.03.03)

Gottes Arme sind Halt und Rast.
Sie möchten dich liebend umfangen.
Was dich auch ängste, sie bleiben dein Hort.
Was dich auch binde, sie tragen dich fort.
Und hat die Welt dich bitter gehaßt –
Gott läßt dich Frieden erlangen.
Gott gab dir sein Wort.

(Jochen Klepper)


 

Dein Wort (25.03.03)

Ich lebe vom Wort
aus Deinem Mund;
Du bist meine einzige Liebe.

Mit jedem Atemzug
erinnere ich mich Deiner;
in der Stille lausche ich
auf Deine Offenbarung.

Deinen Namen zu preisen
lässt meine Seele erblühen;
all mein unreines Handeln
ist ausgelöscht.


Faltende Hände (19.03.03)

Die Hände, die sich falten, ruhn von der Sorge aus.
Wer in die Stille eintritt, kommt von weither nach Haus.
Die Hände, die sich falten, lässt Gott ganz ruhig sein.
Wenn du die Hände faltest, bist Du nicht mehr allein.

Warum machst du dir Sorgen, wenn du doch beten kannst
und damit was dich umtreibt aus deinem Herzen bannst?
Warum machst du dir Sorgen, wo Gott doch bei dir ist
und wo in seinem Lichte den neuen Tag du siehst?

Das Beten ist die Quelle für jedes rechte Tun.
Darum lass vor der Arbeit die Hände betend ruhn.
Das Beten ist die Quelle, aus der die Gnade quillt,
die durch der Beter Hände im Dienen sich erfüllt.


Text: Johannes Jourdan


Liebe

Wer liebt, ist geduldig und gütig.
Wer liebt, der ereifert sich nicht,
er (sie) prahlt nicht und spielt sich nicht auf.
Wer liebt, der gibt niemals jemanden auf,
in allem vertraut er (sie) und hofft für ihn (sie);
alles erträgt er (sie) mit großer Geduld.
Auch wenn alles einmal aufhört-
Glaube, Hoffnung und Liebe nicht.
Diese drei werden immer bleiben;
doch am höchsten steht die Liebe.

nach 1. Korinther 13, 4+7+13


 

Psalmwort

Das ist meines Herzens Freude und Wonne,
wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben kann;
wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich,
wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach.

Psalm 63.6 und 7


Unser Weg

Unser Weg ist eine lange Reise,
jeder erlebt sie auf seine Weise.
Vieles können wir nicht verstehen,
doch wir müssen weitergehen.
Auf dem Weg durch unser Leben,
wird Gott uns sein Geleite geben.

Nicht immer ist der Weg nur hell und gerade,
es gibt auch finstere, kurvenreiche Pfade:
"Geh weiter, bleib nicht stehen,
denn wir müssen weitergehen!"
Das Licht der Liebe wird uns leiten
und uns neuen Mut bereiten.

Doch müssen wir auch manches Mal
durch tiefes, noch so tiefes Tal:
"Geh weiter, bleib nicht stehen,
denn wir müssen weitergehen!"
Es werden auch wieder Berge kommen,
die uns allen wohlbesonnen.

Auch manches Hindernis wir müssen überwinden,
bis wir wieder freie Wege für uns finden:
"Geh weiter, bleib nicht stehen,
denn wir müssen weitergehen!"
Steig hinüber und dann merke,
wie sie wächst, die innere Stärke.

"Dreh Dich nicht um - vertrau auf Gottes Geleit
und mach Dich für den Weg mit ihm bereit!"


 

Hände

Gott braucht
mutige Hände, die der Gerechtigkeit einen Weg bauen,
starke Hände, die Grenzen einreißen können,
hilfreiche Hände, die fraglos zupacken wo Not ist,
tröstende Hände, die Tränen trocknen,
fleißige Hände, die sich nicht vor Aufgaben scheuen,
sichere Hände, die den Strauchelnden geleiten,
friedliche Hände, die sich nicht mehr zu Fäusten ballen,
ordnete Hände, die durch die Wirrnis von Zweifel und Fragen dringen,
willige Hände, die sich Gottes Ratschlägen nicht verschließen,
die sich der Verlassenen und Verängstigten annehmen,
segnende Hände, die Gutes weitergeben wollen,
aber auch kranke Hände, geöffnete Hände, leere Hände,
hilflos und bereit, sich zum Gebet zu falten,
aber dennoch stark genug, um Gottes Willen zu tun.
Vielleicht braucht Gott solche Hände am meisten.


Der uns führt und liebt

Hoffnung ist ein Wort des Schicksals,
mal gedeiht es, mal verblüht es.
Doch die Kraft der Liebe führt uns
und bringt uns an’nen andren Ort.
Wo die Macht des Guten siegt
und die Macht des Bösen bricht.
Wo der Herr und führt und liebt.
Wo wir seine Nähe spüren.
Der uns auch für alle Zeit
und bis in die Ewigkeit
seine Hoffnung gibt.



 

Immer dann

Immer dann,
wenn die Liebe nicht ganz reicht,
wünsche ich Dir Großherzigkeit.

Immer dann,
wenn Du verständlicherweise auf Revanche sinnst,
wünsche ich Dir Mut zum Verzeihen.

Immer dann,
wenn sich bei Dir das Misstrauen rührt,
wünsche ich Dir einen Vorschuss an Vertrauen.

Immer dann,
wenn Du mehr haben willst,
wünsche ich Dir die Sorglosigkeit der Vögel des Himmels.

Immer dann,
wenn Du Dich über die Dummheit anderer ärgerst,
wünsche ich Dir ein herzhaftes Lachen.

Immer dann,
wenn Dir der Kragen platzt,
wünsche ich Dir tiefes Durchatmen.

Immer dann,
wenn Du gerade aufgeben willst,
wünsche ich Dir Kraft zum nächsten Schritt.

Immer dann,
wenn Du Dich von Gott und der Weit verlassen fühlst,
wünsche ich Dir eine unverhoffte Begegnung,
ein Klingeln an der Haustür.

Immer dann,
wenn Gott für Dich weit weg scheint,
wünsche ich Dir seine spürbare Nähe.


Geh weiter, bleib nicht stehen

Unser Weg ist eine lange Reise,
jeder erlebt sie auf seine Weise.
Vieles können wir nicht verstehen,
doch wir müssen weitergehen.
Auf dem Weg durch unser Leben,
wird Gott uns sein Geleite geben.

Nicht immer ist der Weg nur hell und gerade,
es gibt auch finstere,kurvenreiche Pfade:
"Geh weiter, bleib nicht stehen,
denn wir müssen weitergehen!"
Das Licht der Liebe wird uns leiten
und uns neuen Mut bereiten.

Doch müssen wir auch manches Mal
durch tiefes,noch so tiefes Tal:
"Geh weiter, bleib nicht stehen,
denn wir müssen weitergehen!"
Es werden auch wieder Berge kommen,
die uns allen wohlbesonnen.

Auch manches Hindernis wir müssen überwinden,
bis wir wieder freie Wege für uns finden:
"Geh weiter, bleib nicht stehen,
denn wir müssen weitergehen!"
Steig hinüber und dann merke,
wie sie wächst,die innere Stärke.

"Dreh Dich nicht um - vertrau auf Gottes Geleit
und mach Dich für den Weg mit ihm bereit!"