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01/2017
 

So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige Israels: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was dir hilft, und dich leitet auf dem Weg, den du gehst.“

Jesaja 48,17

Am Ende eines Jahres wird Rückschau gehalten. Die Medien haben vieles aufgezeichnet und zeigen uns noch einmal die diversen Ereignisse der vergangenen 365 Tage. Sowohl im Weltgeschehen als auch in unserem eigenen Leben löst eine Situation die andere ab. Manches Schwere wurde bewältigt, anderes forderte einen hohen Preis. Gewinne und Verluste, Licht und Schatten, Heiteres und Ernstes, Freude und Trauer. So ist das Leben - Jahr um Jahr.

Was zurückliegt, können wir überschauen, aber was vor uns liegt, ist ungewiss. Wir können zwar planen, aber wir wissen nicht, ob es gelingen wird. Umso ruhiger dürfen wir sein, wenn wir uns mit Gott, unserem himmlischen Vater, verbunden wissen. Er hat uns versprochen, dass er uns lehren will, was uns hilft, und uns leiten will auf dem Weg, den wir gehen sollen.

Kannst du das im Rückblick sagen und sehen? Erinnerst du dich, wie und wann er dir geholfen hat? Vielleicht durch einen Zuspruch aus seinem Wort, eine Wegweisung, eine Mahnung oder sogar durch direktes Eingreifen? Solche Erfahrungen mit Gott stärken den Glauben und machen uns dankbar. Es ist zutiefst beruhigend und tröstlich zu wissen, dass Gott mich sieht, mich hört und mich besser kennt und versteht als irgendein Mensch.

Wir müssen unseren Lebensweg nicht allein gehen. Wenn wir es wollen, sucht Jesus die größte Nähe zu uns, die nur möglich ist. Im Johannesevangelium, Kapitel 17, betete er als letzten Satz: „... damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.“ (V. 26b) Mehr Nähe geht nicht. Wie dies möglich ist, bleibt ein Geheimnis, aber in seiner Nähe sind wir - in guten wie in „bösen“ Tagen - am besten aufgehoben.

Marli Weigt

Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl,
das macht die Seele still und friedevoll.
Ist's doch umsonst, dass ich mich sorgend müh',
dass ängstlich schlägt das Herz, sei's spät, sei's früh.
Du weißt, woher der Wind so stürmisch weht,
und du gebietest ihm, kommst nie zu spät;
drum wart' ich still, dein Wort ist ohne Trug.
Du weißt den Weg für mich - das ist genug.
(Wir loben Gott,
Nr. 270,1.3)


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