You are here: Andacht der Woche  

44/2016
 

Und lasst uns unsere Zusammenkünfte nicht versäumen, wie einige es tun, sondern ermutigt einander, besonders jetzt, da der Tag seiner Wiederkunft näher rückt.

Hebräer 10,25 (Neues Leben Bibel)

Eine Karikatur zeigt eine Kirche, in der drei Besucher und der Pfarrer singen. Unterschrift: „Liebster Heiland, wir sind vier ...“ (Vgl. Wir loben Gott, Nr. 385,1) Da geht es mir besser, denn ich erlebe als Gastprediger fast jeden Sabbat gut besuchte Versammlungen. Wenn ich aber in einer mir weniger gut bekannten Gemeinde nachfrage, wie viel Gemeindeglieder eigentlich dazugehören, wird deutlich, dass nicht alle nur krankheitshalber fehlen.

Manchmal höre ich die Erklärung, dass der adventistische TV-Sender „Hope Channel“, der jeden Sabbatvormittag eine Predigt überträgt, manche zu der Überlegung veranlasst: Heute schlafe ich einmal aus, schalte den Fernseher an, höre die Predigt an, die dort angeboten wird, und denke an meine Gemeinde. Dann ist wenigstens mein Geist am richtigen Ort.

Ähnlich scheinen auch andere Christen zu denken, denn wenn ich mir die (außer an Feiertagen) ziemlich leeren Kirchen ansehe, werde ich daran erinnert, dass der Karikaturist die traurige Wirklichkeit nur ein wenig übertreibt. Aber vergleichen gilt nicht, denn wir sehen uns als eine Gemeinde mit dem besonderen Auftrag an, darauf hinzuweisen, dass „der Tag seiner [Christi] Wiederkunft näher rückt“.

Zwar hat Jesus jeder noch so kleinen Versammlung von Gläubigen seine Gegenwart zugesagt, indem er versicherte: „Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte“ (Mt 18,20 EB), aber er lässt auch ermahnen und ermutigen, unsere Versammlungen zu schätzen: „Versäumt nicht die Zusammenkünfte eurer Gemeinde, wie es sich einige angewöhnt haben. Ermahnt euch gegenseitig dabeizubleiben. Ihr seht ja, dass der Tag nahe ist, an dem der Herr wiederkommt.“ (Hbr 10,25 Hfa)

Das Bewusstsein der Gegenwart Gottes beeinflusst mein Verhalten, mein Reden, mein Hören, meinen Gesang, meine Aufmerksamkeit, ja sogar meine Kleiderwahl.

Morgen ist wieder ein Ruhetag Gottes, ein Feiertag, ein arbeitsfreier Versammlungstag. Freu dich darauf und sei dabei! Jesus wird auf jeden Fall kommen!

Gerhard Zahalka


© Advent-Verlag Lüneburg


20/2015 | 43/2016