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28/2016
 

Denn das Gebot [Gottes] ist eine Leuchte und die Weisung ein Licht, und die Vermahnung ist der Weg [zum] Leben.

Sprüche 6,23

„Die Bibel hat mir das Leben gerettet!“, berichtete ein 49-jähriger Busfahrer in Dayton im US-Bundesstaat Ohio. Er hatte in seiner Hemdtasche eine kleine Bibel, als er mit seinem Bus unterwegs war. Bei einem Überfall feuerten die Verbrecher auf ihn. Die Bibel fing jedoch die Kugeln ab und verhinderte damit eine lebensgefährliche Verletzung.

Auch mir hat die Bibel das Leben gerettet; allerdings anders. Ich hätte als junger Mann mit meinem Leben eigentlich zufrieden sein können: Meine Arbeitsstelle als Beamter war sicher, ich hatte mein Auskommen, und Sorgen kannte ich nicht. Trotzdem fühlte ich mich innerlich unzufrieden und leer. Abends griff ich deshalb immer häufiger zur Flasche, denn der Alkohol half mir, meine Leere für eine Weile zu vergessen.

In dieser Zeit lernte ich Siebenten-Tags-Adventisten kennen. Sie lenkten mein Interesse auf die Bibel. Eines Tages lasen wir die Sprüche. „Wo ist Leid? Wo ist Zank? Wo ist Klagen? ... Sieh den Wein nicht an, wie er so rot ist und im Glase so schön steht: Er geht glatt ein, aber danach beißt er wie eine Schlange . Da werden deine Augen seltsame Dinge sehen, und dein Herz wird Verkehrtes reden.“ (Spr 23,29.31-33)

Nun, Wein mochte ich nicht, ich hatte „härtere“ Sachen in meiner Hausbar - alles hochprozentig. Auch Starkbier mochte ich. Das waren meine „Seelentröster“. Ich kannte die Nebenwirkungen des Alkohols: dummes Zeug reden, den schwankenden Gang und den „Kater“ am nächsten Morgen. Zwei meiner Onkel waren alkoholkrank und verstarben früh. Mein Stiefvater machte große Sprüche und war gewalttägig, wenn er trank. Die Ehe wurde später geschieden. Es dauerte noch einige Wochen, aber dann beschloss ich, keinen Alkohol mehr zu trinken. Ich kann nur erahnen, vor welch lebenszerstörenden Problemen Gott mich dadurch bewahrt hat.

Manchmal erscheinen die Ratschläge der Bibel sehr rigoros. Doch was wie ein Verzicht aussieht, erweist sich später als Segen. Durch das Bibelstudium lernte ich Christus als meinen Erlöser kennen. Ich erlebte, wie Jesus sein Versprechen erfüllte: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ (Mt 11,28 EÜ) Seitdem brauche ich keinen Alkohol mehr als „Seelentröster“.

Holger Teubert

© Advent-Verlag Lüneburg


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