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11/2016
 

Denn wer mich findet, der findet das Leben und gewinnt die Anerkennung des Herrn.

Sprüche 8,35 (Neues Leben Bibel)

Viel Zeit ist vergangen, seit Jesus Christus versprach wiederzukommen. Mittlerweile scheint der Zeitgeist von allen guten Geistern verlassen zu sein.

Viele Christen behaupten, sie ließen sich von Zeitströmungen nicht beirren - und schwimmen dennoch munter mit. Doch um zu wissen, was es geschlagen hat, braucht es mehr als eine Uhr.

Die „Zeichen der Zeit“ sind für viele unserer Zeitgenossen Hieroglyphen. Sie ahnen nichts davon, dass Jesus wiederkommen wird, und vertändeln ihr Leben mit Nichtigkeiten.

Friedrich Nietzsche (1844-1900), aus einem evangelischen Pfarrhaus stammend, ein bewundernswerter Philologe, aber zuletzt gottlos und umnachtet, staunte über den „wissenschaftlichen Menschen“, der über dem Unwichtigen das Wesentliche versäumt: „Ihm scheint es erlaubt, ein Leben auf Fragen zu verschwenden, deren Beantwortung im Grunde nur dem, der einer Ewigkeit versichert wäre, wichtig sein könnte. Rings umstarren ihn, den Erben weniger Stunden, die schrecklichsten Abstürze; jeder Tritt sollte ihn erinnern: Wozu? Wohin? Woher? Aber seine Seele erglüht bei der Aufgabe, die Staubfäden einer Blume zu zählen oder die Gesteine am Wege zu zerklopfen, und er versenkt in diese Arbeit das ganze, volle Gewicht seiner Teilnahme, Lust, Kraft, Begierde.“ (Aus Unzeitgemäße Betrachtungen)

Wofür setzen wir unser Leben ein? Was ist uns wirklich wichtig?

Der Dichter Andreas Gryphius (1616-1664), dessen nur 47 Lebensjahre vom 30-jährigen Krieg geprägt waren, bedachte sein Leben und wusste: „Mein sind die Jahre nicht, die mir die Zeit genommen; mein sind die Jahre nicht, die etwa mögen kommen: Der Augenblick ist mein, und nehm' ich den in Acht, so ist der mein, der Zeit und Ewigkeit gemacht.“

Es ist klug, wachsam in der Gegenwart zu leben, ohne sich in ihr zu verlieren. Es ist weise, sich Zeit zu nehmen für die wesentlichen Dinge des Lebens, denn: Wer seine Zukunft ohne Gott plant, hat keine. Wer oder was ist dir heute wichtig?

Gott ließ uns bereits durch Salomo wissen: „Wer mich findet, der findet das Leben.“ Mehr geht nicht.

Gerhard Zahalka


© Advent-Verlag Lüneburg


17/0215 | 27/2015