You are here: Andacht der Woche  

32/2015
 

[Jesus sagte:] „Wer auf mich hört und danach handelt, ist klug und handelt wie ein Mann, der ein Haus auf massiven Fels baut. Auch wenn der Regen in Sturzbächen vom Himmel rauscht, das Wasser über die Ufer tritt und die Stürme an diesem Haus rütteln, wird es nicht einstürzen, weil es auf Fels gebaut ist.“

Matthäus 7,24-25 (Neues Leben Bibel)

„Jesus ist die Lösung für jedes menschliche Problem und für jede Not. Zu denen, die krank sind, sagt er: ,Stehe auf und nimm dein Bett und gehe heim!'„ Diesen Text las ich auf einer Karte aus den USA. Immer häufiger wird heute mit einem „Wohlfühlgott“ für den christlichen Glauben geworben, der vor allen Widerwärtigkeiten bewahrt, aus jeder Not befreit und alle unsere Probleme löst. Ich habe in meiner Bibel noch keine solchen Versprechungen Gottes gefunden.

Im Alten wie im Neuen Testament gibt es viele Berichte von Leid und Not im Leben der Kinder Gottes. David, der im 23. Psalm von seinem guten Hirten bezeugte, dass er ihn vor allem Mangel bewahrt, schrie im 69. Psalm zu Gott: „Hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle.“ (V. 2) Die drei Freunde Daniels bekannten, als ihr Leben vom Tod bedroht war: „Wenn unser Gott will, so kann er uns erretten ... Und wenn er's nicht tun will“, so halten wir trotzdem an ihm fest (Dan 3,17-18). Gott antwortete Paulus nach dreimaligem Flehen um Befreiung von dem quälenden „Dorn im Fleisch“: „Meine Gnade ist alles, was du brauchst.“ (2 Kor 12,7b.9a NLB)

Gott heilt auch heute Kranke durch Wunder und befreit aus großer Not. Darum dürfen wir unseren Vater im Himmel bitten. Doch wir müssen es im Vertrauen zu ihm hinnehmen, „wenn er's nicht tun will“.

Am Schluss seiner Bergpredigt sagte der Herr etwas zu unserem Thema. Er erwähnte, dass auch diejenigen, die seine Worte und Gebote befolgen, nicht von zerstörerischen Unwettern verschont bleiben. Was diejenigen rettet, ist „nur“ das sichere Fundament, auf dem sie ihr Leben aufgebaut haben -der Fels Jesus Christus.
Antoine de Saint-Exupery betete: „Bewahre mich vor dem Glauben, es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen.“
Diesem Gebet schließe ich mich an.

Joachim Hildebrandt


© Advent-Verlag Lüneburg


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