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12/2015
 

Einige Kinder wurden zu Jesus gebracht. Er sollte ihnen die Hand auflegen und für sie beten. Doch die Jünger fuhren die Leute an, ihn nicht zu stö- ren. Aber Jesus sagte: „Lasst die Kinder zu mir kommen. Haltet sie nicht zurück! Denn das Him- melreich gehört ihnen.“ Und er legte ihnen die Hände auf und segnete sie, bevor er weiterzog.

Matthäus 19,13–15 (Neues Leben Bibel)

Hattest du schon einmal beim Beten das Gefühl, du könntest Gott mit deinem Anliegen stören? Oder dein Gebet wäre nicht gut genug? Würdest du gern eine persönliche Beziehung zu Gott auf bauen, hast aber den Eindruck, du seist zu fehlerhaft dafür? Oder zu jung? Hat dir schon jemand den Weg zu Gott verbaut?

Einige Kinder erlebten das. Sie wollten mit Jesus reden und Zeit mit ihm verbringen, aber seine Mit- arbeiter hielten sie davon ab. Die Jünger hatten wohl den Eindruck, dass die Kinder noch zu klein wären und Jesus nur belästigen würden. Sie fuhren sie und ihre Eltern richtig an, was ihnen denn ein- fiele, Jesus stören zu wollen.

Ich kann mir vorstellen, dass einige der Kinder erschrocken zusammengezuckt sind, den Kopf hän- gen ließen und leise davon trotten wollten. Vielleicht hat eines der Kinder den Jüngern insgeheim Recht gegeben. „Ich bin einfach noch zu klein. Es war dumm von mir, zu Jesus gehen zu wollen.“

Ich finde es fantastisch zu lesen, wie Jesus hier reagierte. Laut und deutlich sagte er: „Haltet sie nicht zurück! Denn das Himmelreich gehört ihnen.“ Er berührte jedes einzelne Kind und segnete es. Er nahm sich Zeit für die Kinder; erst danach zog er weiter.

So reagiert Jesus: Wenn jemand zu ihm kom- men will, dem gehört das Himmelreich, weil Jesus es ihm zuspricht. Jesus hat alles dafür getan, um Trennendes zwischen sich und den Menschen aus dem Weg zu räumen: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern das ewige Leben hat.“ (Joh 3,16 NLB)

Wenn du zu Jesus kommen möchtest, kannst du dir sicher sein: Niemand hat das Recht, dir den Weg zu ihm zu verbauen. Gott selbst hat das Trennen- de fortgeräumt. Lies den Andachtstext noch einmal und setze dort, wo „Kinder“ steht, deinen Namen ein. Gott will, dass du zu ihm kommst. Er will dir einen Platz in seinem Reich schenken, Zeit mit dir verbringen und dich segnen. Geh zu ihm; er wird dich mit offenen Armen empfangen!

Sandra Wagner



© Advent-Verlag Lüneburg


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