You are here: Andacht der Woche  

41/2014
 

Ich bestaune den Himmel, das Werk deiner Hände, den Mond und alle die Sterne, die du [Gott] geschaffen hast: Wie klein ist da der Mensch, wie gering und unbedeutend! Und doch gibst du dich mit ihm ab und kümmerst dich um ihn!

Psalm 8,4-5 (Gute Nachricht Bibel)

Als Plüschtier-Retter haben sich zahlreiche Polizisten aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen betätigt. Eine Dreijährige und ihre Mutter machten an der Autobahn 1 nördlich von Osnabrück Rast. Als Mutter und Tochter weiterfuhren, hatten sie einen kleinen braunen Hund und einen weißen Bären auf dem Autodach vergessen. Erst als sie nach etwa 150 Kilometern ihr Zuhause in Dortmund erreichten, bemerkten sie den Verlust. Ein verzweifelter Anruf bei der Polizei setzte eine groß angelegte Suchaktion in Gang. Beamte aus Osnabrück fanden auf dem Seitenstreifen der Autobahn Stoffhund und Stoffbär.

Daraufhin folgte eine mehrfache Staffelübergabe von einem Streifenwagen in einen anderen. Polizisten aus dem Münsterland übernahmen die von der Dreijährigen sehr vermissten Plüschtiere und übergaben sie an der Landesgrenze den Kollegen aus dem Ruhrgebiet. Freudestrahlend nahm das Mädchen schließlich Hund und Bär in Empfang.

Welch ein Aufwand! Es waren doch nur zwei unbedeutende Plüschtiere! Die Mutter hätte als Ersatz einen anderen Hund und einen anderen Bären kaufen können. Doch für die Dreijährige wären das nicht ihre Kuscheltiere gewesen, die sie so lieb hatte. Für sie gab es keinen Ersatz.

Um heute noch einen beeindruckenden Sternenhimmel zu sehen, müssen wir unsere Städte mit ihren vielen Lichtern verlassen. Manchmal mache ich das. Beim Anblick der vielen Sterne spreche ich dann ähnlich wie David, der Verfasser von Psalm 8: Wie klein bin ich doch gegenüber dem Universum! Und wie unbedeutend bin ich auf dieser Erde mit über sieben Milliarden Menschen!

Dennoch startete Gott eine Rettungsaktion, bei der es nicht um Plüschtiere ging, sondern um mich ganz persönlich. Noch bevor er die Welt schuf, stellte sich bereits Christus als Retter zur Verfügung, um uns durch sein Opfer am Kreuz zu erlösen (1 Ptr 1,18-20). Aber weshalb? Gott möchte uns wiederhaben! Er „hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt ... das ewige Leben hat“ (Joh 3,16 NLB).

Holger Teubert


© Advent-Verlag Lüneburg


31/2014 | 40/2013