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50/2004
 

Jesus sprach zu ihm: Wenn du vollkommen sein willst, so geh hin, verkaufe deine Habe und gib sie den Armen, und du wirst einen Schatz in den Himmeln haben; und komm, folge mir nach!

Matthäus 19,21

Die Geschichte vom reichen Jüngling, der mit einer Frage zum Herrn Jesus kam und dann auf Grund der Antwort betrübt wegging, ist tragisch und redet auch zu uns. Beim Volk Israel war der irdische Wohlstand ein Zeichen des Segens Gottes für die Treuen. Es war eine Gunst-erweisung Gottes und eine Erfüllung seiner Zusagen an sein irdisches Volk.

Gott hatte diesem jungen Mann besonders viel Segen geschenkt. In ähnlicher Weise geht es den meisten von uns in den westlichen Ländern gut. Bevor Jesus den Jüngling dazu aufforderte, Ihm nachzufolgen, sollte er sich von diesem «Segen» trennen. Da kam zum Vorschein, wie es in seinem Herzen aussah. Der junge Mann wählte lieber den Segen als den Geber des Segens. Stehen wir nicht alle in dieser Gefahr? Wir haben gern, wenn es uns gut geht, und betrachten unseren Wohlstand gern als unseren Verdienst. Doch welch ein Irrtum zu glauben, Gott habe nichts damit zu tun! Nicht umsonst warnt das Wort Gottes, unsere Hoffnung nicht auf das zu setzen, was wir besitzen, sondern auf Ihn, den Geber aller guten Gaben. Ihm sollen unsere Herzen gehören, nicht den materiellen, vergänglichen Dingen. Dann ist auch der Weg frei, Ihm nachzufolgen.

Ein verkehrter Umgang mit dem sichtbaren, vergänglichen Wohlstand kann ein Grund dafür sein, dass es an ernsthaften Jüngern fehlt. Wenn wir als Erlöste die Prioritäten nicht richtig setzen und uns nicht entschieden und aufrichtig von dem trennen, was sich zwischen uns und den Herrn stellen will, können wir Ihm nicht wahrhaft nachfolgen. Unsere Herzen werden unbefriedigt bleiben.

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49/2005