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ANDACHT DER WOCHE
 

Soweit keine besonderen Hinweise auf den Quelltext angegeben sind, stammen die veröffentlichten Andachten aus dem Andachtskalender des Adventverlages Lüneburg. Einen Link zum Adventverlag finden Sie unter Links/kommerziell, wo noch weitere interessante Informationen zu finden sind.


aktuelle Andacht

Ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.

1. Mose 3,5

So lautet die verführerische Stimme des Versuchers. Von Anfang bis heute ist diese Stimme die gleiche. Doch was ist so schlimm daran? Will Gott etwa nicht, dass der Mensch weiß, was gut und böse ist?

„Ich weiß selber, was für mich richtig ist!„ Wie oft haben Eltern so etwas schon von ihren Kindern gehört? Auch Seelsorger oder Diakone erleben das, wenn sie Menschen ansprechen, die dabei sind, sich selbst oder anderen zu schaden.

Es stimmt ja, dass jeder Mensch frei ist, für sich selbst zu entscheiden. Diese Freiheit darf ihm nicht genommen werden. Aber was können Menschen entscheiden? Wir können entscheiden, was uns wichtig ist oder nicht, was wir tun oder unterlassen, welchen Weg wir einschlagen und vieles andere mehr. Doch kein Mensch kann bestimmen, was gut oder böse ist! Das ist bereits gesetzt. Was zur Erhaltung und Entfaltung des Lebens dient und was das Leben schädigt und zerstört, das hat Gott festgesetzt. Es ist sein Gesetz. Menschen können sich für das Gute entscheiden. Dann werden sie Gutes tun und erleben. Oder sie können sich für das Böse entscheiden, dann werden sie Böses bewirken. Die Folgen wirken sich über Generationen aus. Am Ende sind wir nicht einmal mehr in der Lage, das Gute zu tun, das wir wollen. Darum brauchen wir alle Erlösung.

Erlösung wovon? Zuallererst von dem unseligen und anmaßenden Anspruch, selber bestimmen zu wollen, ob etwas gut oder böse ist. Nichts wird nur dadurch gut, weil es uns nützt. Die Maßstäbe und Gesetze des Lebens kommen von Gott. Und sie gelten für jeden, egal ob er an Gott glaubt oder nicht. Hier haben wir keine Freiheit. Menschen sind frei, sich zu entscheiden, aber kein Mensch ist wirklich „autonom„, das heißt er ist nicht „selbst das Gesetz„.

Wo nach Gott gefragt wird, weil er es besser weiß –weil das Leben von ihm kommt –, da beginnt die Erlösung. Wir können uns jeden Tag an ihn wenden. Er lässt uns nicht allein. Er hat uns sein Wort gegeben. Sein Angebot der Vergebung gilt. Alles, was zum Leben dient, hat uns Gott in Jesus Christus und seinem Wort geschenkt (2 Ptr 1,3). Wer das glaubt, erfährt Erlösung. Er wird frei, sich täglich neu für das Gute zu entscheiden.

Herr, leite mich heute mit deiner Güte in allem, was ich denke und tue.

Lothar Wilhelm


© Advent-Verlag Lüneburg


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