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ANDACHT DER WOCHE
 

Soweit keine besonderen Hinweise auf den Quelltext angegeben sind, stammen die veröffentlichten Andachten aus dem Andachtskalender des Adventverlages Lüneburg. Einen Link zum Adventverlag finden Sie unter Links/kommerziell, wo noch weitere interessante Informationen zu finden sind.


aktuelle Andacht

„Und der König wird ihnen entgegnen: ‚Ich versichere euch: Was ihr für einen der Geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan!‘„

Matthäus 25,40 Neues Leben Bibel


Ein achtjähriges Mädchen spielt auf der Straße mit einem Jungen. „Was willst du denn mit der? Die hat ja noch nicht einmal Sandalen!„, ruft ein anderer. Sofort lässt der Spielkamerad das Mädchen stehen, und die beiden Jungen rennen spottend davon. Rohini Khaa kommen heute noch die Tränen, wenn sie von dieser Demütigung erzählt. Sie ist überzeugt, dass sie so geringschätzig behandelt wurde, weil Mädchen in ihrem Land keinen Wert besitzen.
Rohini Khaa ist eine junge Frau aus dem Dorf Tetariya im Südosten Nepals. Sie gehört zur Volksgruppe der Tharu, die etwa dreizehn Prozent der nepalesischen Bevölkerung ausmacht. Weil sie um ihre Rechte kämpfen wollte, schloss sich Rohini einem der vom Kinderhilfswerk UNICEF unterstützten „Children’s Clubs„ an. Heute ist sie Leiterin aller „Children’s Clubs„ in der gesamten Region. Durch ihr Engagement hat sich das Leben der Mädchen verändert. Inzwischen besuchen alle Kinder in Tetariya die Schule, es gibt keine Kinderehen mehr, und alle Neugeborenen werden registriert, damit die Mädchen besser vor frühen Schwangerschaften geschützt werden können.
In der weltweiten Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist der dritte Samstag im August zum jährlichen Tag der Prävention gegen Missbrauch und Gewalt vor allem gegen Frauen und Mädchen erklärt worden (www.enditnow.org).

So wie Rohini Khaa aus Nepal, eine junge Frau mit denkbar schlechten Chancen, es durch ihren Einsatz geschafft hat, das Leben der Mädchen in ihrem Dorf zu verändern, kann jeder von uns ein Stück Hoffnung in diese Welt bringen.

„Was ihr für einen der Geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan!„, sagte Jesus. Trost, Ermutigung und Unterstützung für Menschen, die sich selbst nicht helfen können, ehrenamtliches Engagement –es gibt so viele Möglichkeiten, für die Geringsten einzutreten, und es kostet uns oft so wenig, manchmal nur ein Lächeln oder ein freundliches Wort. Herr, lass uns heute in den Menschen, die uns begegnen, dein Gesicht erkennen und ihnen zum Segen werden!

Heidemarie Klingeberg

© Advent-Verlag Lüneburg


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