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01/2021
 

Aber der HERR ist bei mir wie ein starker Held.

Jeremia 20,11


Wir lieben Helden! Wenn wir die Geschichtsbücher aufschlagen, begegnen uns Albert Einstein, Mutter Teresa, Martin Luther King und Albert Schweitzer, um nur einige zu nennen. Wir brauchen Helden. Deshalb (er-)findet die Literatur- und Filmindustrie viele solcher herausragenden Persönlichkeiten, die sich durch hohen Einsatz, edle Absichten und ganz viel
Hingabe für das Gute einsetzen. Diese Figuren in Romanen oder Filmen prägen ganze Generationen und werden zu Bestsellern und Kassenschlagern.

Wir kennen Helden – Alltagshelden. Menschen, die sich für andere Menschen oder für einen guten Zweck engagieren. Aus den Medien oder aus deinem persönlichen Umfeld mag
dir der eine oder andere Name einfallen. Mancher dieser Helden bekommt für seinen außergewöhnlichen, selbstlosen Einsatz sogar das Bundesverdienstkreuz.

Und dann gibt es den Ursprung aller Helden, von dem der heutige Andachtstext spricht. Er ging bis zum Äußersten für uns, für jeden einzelnen Erdenbürger, der je in dieser Welt gelebt hat und leben wird. Er gab sein Leben für dich und für mich. Er bleibt nicht auf Distanz auf den Kinoleinwänden, sondern lässt sich erfahren. Oft schon war ich tief beeindruckt, wie er meine Sorgen, die ich ihm anvertraut hatte, in Segen verwandelte und wie sich scheinbar unlösbare Probleme in Luft auflösten. Das kann nur mein Held.

Wenn wir jetzt, am Anfang eines neuen Jahres, erwartungsvoll nach vorn schauen, können wir kaum etwas von dem ahnen, was sich hinter dem Schleier der Zukunft verbirgt. Aber ich habe keine Angst, sondern lasse die Sorgen zu seinen Füßen liegen und mich von ihm durch die Höhen und Tiefen des kommenden Jahres hindurchbringen.

Jesus Christus, mein Held, der unscheinbar und klein in diese Welt kam, der verachtet und verstoßen den schlimmsten Tod erleiden musste, dem ich wichtig genug bin, um mir ewiges Leben, ewiges Heil zu schenken. Mit ihm kann ich voll Zuversicht und Hoffnung in das neue Jahr gehen. Das ist fantastischer als alles, was ich kenne, und darum liebe ich diesen Helden.

Sieglinde Wilke



© Advent-Verlag Lüneburg


02-2021 | 52/2020