You are here: Andacht der Woche  

30/2019
 

Und jedes Geschöpf, das im Himmel ist und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meer und alles, was darin ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!

Offenbarung 5,13


Ein Blick durchs Fernrohr in eine atemberaubende Zukunft: Eines Tages werden alle Gott anbeten! Nicht mit Zähneknirschen oder Furcht vor einem Höllenfeuer, sondern aus Einsicht und Vertrauen. Wer sich gegen das liebevolle Werben Gottes verhärtet hat, wer ihn nicht als reale Autorität akzeptieren wollte, der hat selbst den Weg in den Tod gewählt, und Gott wird ihn nicht gegen seinen Willen zu einer ewigen Lebensgemeinschaft mit ihm zwingen.
Aber die vielen anderen Menschen und die Engel, die trotz Zweifeln und widriger Umstände daran festhielten, ihrem Schöpfer zu vertrauen, freuen sich. Endlich wird die große Frage beantwortet, die das ganze Universum bewegt: Ist Gott es wert, geliebt und angebetet zu werden? Gibt es Menschen, die treu an ihm hängen, auch wenn sie davon keinen Vorteil haben –ja vielleicht sogar krasse Nachteile? Satan hat das bezweifelt.

Im Buch Hiob gewährt uns Gott einen kurzen Blick hinter die Kulissen. Dort tobt seit Jahrtausenden ein erbitterter Kampf. Er wird mit geistigen Waffen ausgetragen, und die stichhaltigsten Argumente sind –wir! Jawohl, denn wir können durch unsere Treue zu Gott am besten beweisen, dass er liebenswert und vertrauenswürdig ist.

Echte Liebe ist frei von Berechnung. Sie schätzt die andere Person, weil sie da ist. Sie bewundert ihr Wesen und genießt die Gemeinschaft mit dem Freund, der Freundin. Zweckfreie, bedingungslose Liebe ist das Herz Gottes, und durch seinen Geist teilt er sie mit uns. Satan kann das nicht (mehr?) begreifen. Er hat sich zu tief in seinen Egoismus verstrickt und reißt viele Engel und Menschen in seinen Abgrund voller Gier, Hass und Lüge. Und doch lassen sich viele aus seinem „Lager„ umstimmen, wenn sie miterleben, wie Menschen ihrem Gott treu bleiben, selbst wenn es sie das Leben kostet. Wird sich jemand, der vernünftig denkt und gesund empfindet, für eine hirnrissige Idee aufopfern, für eine bloße Ideologie?

Nein. Wir Christen geben uns aus Liebe hin, weil wir glauben und wissen, dass wir so sehr geliebt sind: Gott selbst hat sich an uns verschenkt.

Sylvia Renz


© Advent-Verlag Lüneburg


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