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05/2019
 

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste
Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.

Offenbarung 21,1

Was ist die größte Gefahr für die Menschheit? Der bekannte Astrophysiker Stephen Hawking
meint: sie selbst! Eindringlich warnt der britische Wissenschaftler seine Zeitgenossen vor einem selbstverschuldeten Untergang. Die Gefahren unserer Zeit sind ein möglicher Atomkrieg, die Vernichtung der Umwelt, die Erderwärmung und die Ambivalenz der modernen Gentechnik.

Hawking analysiert aber nicht nur die Lage, er bietet auch eine Lösung an: Die Menschheit muss in den Weltraum auswandern! Die Ausbreitung ins All könnte das Ende der Menschheit verhindern, sollte ein Desaster auf der Erde alles vernichten.

Dagegen meint Werner Gruber, ebenfalls ein Physiker, der Weltraum sei dafür nicht geeignet, denn das All ist eine ziemlich unwirtliche Gegend: weit, luftleer, eiskalt oder brennend heiß.

Zwar wird uns immer bewusster, dass wir, Entfremdete der Schöpfung, im Begriff sind, die Grundlagen zu zerstören, von denen wir leben – der Schöpfer jedoch will uns nicht aufgeben. Er plant, die von uns Menschen geschundene Erde zu erneuern und will uns einen neuen Himmel und eine neue Erde schenken. In dieser zukünftigen neuen Welt werden alle Bedrohungen dieses Lebens vorbei sein, denn Gott „wird den Tod verschlingen auf ewig“ und „wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen“ (Jes 25,8).

Johannes, der Prophet auf Patmos, schildert diesen Zustand des Friedens und der Unversehrtheit mit den Worten: „Und das Meer ist nicht mehr.“ Dies mag vielleicht einige enttäuschen, die das Meer lieben, aber für die Menschen von damals war das Meer eine starke Bedrohung. Mit kleinen zerbrechlichen Segelschiffen und ohne Kompass, den es noch nicht gab, waren sie unterwegs. Was sie dabei oft Fürchterliches erleben mussten, kann man bei Lukas nachlesen, der die Romreise des Apostels Paulus sehr anschaulich in Apostelgeschichte 27 schildert.

Wie ermutigend ist es doch zu wissen, dass alles, was uns jetzt Sorgen bereitet und uns bedrückt, in Zukunft von uns genommen sein wird und die veränderte Erde unsere mmerwährende Heimat bleiben soll.

Hans Heinz


© Advent-Verlag Lüneburg


Andacht der Woche | 06/2019