You are here: Andacht der Woche  

22/2018
 

Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.

1. Korinther 2,9

Wenn ich mich in der heutigen Zeit umsehe, stimmt mich vieles traurig: der Umgang mit den Flüchtlingen, Umwelt- und Naturkatastrophen, Klimawandel und Umweltverschmutzun-gen, Finanz- und Wirtschaftskrise usw. Viele Menschen leben in Angst und Schrecken; die Gottlosigkeit nimmt zu. Alkohol-, Drogen- und Nikotinsucht machen sich bemerkbar und viele wissen nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Auch die Natur leidet unter den Folgen der Sünde der Menschen.

Aber Gott sei Dank entdecken wir auch andere Seiten. Zum Beispiel in Gottes herrlicher Schöpfung, besonders im Frühling, wenn alles grün wird; die Bäume entfalten ihre Blätter, die Blumen fangen an in leuchtenden Farben zu blühen. Die Vögel erfüllen die Luft mit ihrem wohlklingenden Gesang.

Als ich im vergangenen Jahr im tiefen Dschungel Borneos war, sah ich die Vielfalt der Pflanzen und Blumen sowie die vielen Arten der Bäume auf engstem Raum. Dazu hörte ich ein wunderbares Urwaldorchester der zahlreichen Vögel, Grillen usw. Besonders in der Nacht tönt der Urwald mit vielfältigem Stimmenzauber. Stundenlang blieb ich nachts wach, um den Stimmen der Nachtvögel, Frösche und Insekten zu lauschen und sie in mich aufzunehmen. Dabei dachte ich an das Wort in Psalm 150,6: „Alles, was Odem hat, lobe den HERRN!“

Auch beeindruckte mich die unbeschreiblich herzliche Gemeinschaft mit den Kindern Gottes in diesen Gebieten. Die große Freundlichkeit und Liebe dieser Glaubensgeschwister werde ich nie vergessen!
Dieses alles ist nur ein winziger Hauch von dem, was Gott uns schenken wird, wenn er bald in Herrlichkeit wiederkommt: eine Heimat, in der es keine Schmerzen, keine Tränen, keine Krankheiten, kein Leid, keinen Tod, keine Sünde mehr geben wird (siehe Offb 21,4).

Wir können uns gar nicht vorstellen, wie es dort sein wird, aber wir können uns darauf freuen und uns intensiv auf sein Kommen vorbereiten. Ich danke dem Herrn täglich für seine wunderbaren Zusagen! Und ich will wachen und beten, damit andere und ich bereit sind, ihn freudig zu empfangen, wenn er wiederkommt.

Paul Gerhard Wiesenberg


© Advent-Verlag Lüneburg


39/2018 | 37/2018